Es ist Zeit ... zu teilen

Donnerstag, 29. November 2007

Besinnlich: das Wort fällt oft, wenn der Song "Es ist Zeit" gehört wird. Ja, das trifft zu. Hat aber nicht nur mit dem Abschied von meinem Vater zu tun, vielleicht mehr noch mit der Jahreszeit. Wenn ich abends durch die Stadt gehe, sind die Kontraste krass: Hier das glitzernde "Kauf mich". Dort der Obdachlose mit der fiftyfifty-Zeitung. Es ist immer Zeit für Mitgefühl. Und wenn man genug hat, dann heißt Mitgefühl unbedingt auch teilen. "Fiftyfifty": der Text zu diesem Charity-Song.


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Es ist Zeit

Donnerstag, 15. November 2007

Telefon klingelt: Mein Vater ist gestorben. In ein paar Tagen ist Beisetzung ... Du kommst doch, Marcellino? Nein! Ich mach' das auf meine Art: Ich mach' einen Spaziergang am Rhein und schreib 'nen Song. Und als ich meine Gedanken so schweifen ließ, fiel mir "Amazing Grace" ein. Gesungen von 1.000 Künstlern von Elvis bis Joan Baez. Außerdem klingt die Melodie ein bisschen nach amerikanischer Hymne. Also doch Pathos ...? Nicht mit meinem Text! Hier der ganze Song: "Es ist Zeit" .

Aber warum? Warum fährst Du nicht zur Beisetzung deines Vaters ... Marcellino?! Ich hab' meine Gründe: In der Kindheit war mein Elternhaus ein schlimmes Prügelhaus. Und später führte schon der erste Satz zu Missverständnissen und Missstimmungen. Wer braucht das ...?! Ich hege keinen Groll, aber ich lass den Dingen ihren Frieden. Meinem Vater geht es bestimmt gut, wo er jetzt ist. Trauern tun Hinterbliebene. Außerdem, "Es ist Zeit" , er war 89.


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